Williams und der Grand Canyon

Mit den Rössern entlang des Abgrundes des Grand Canyons, hinein in eine kleines und echt gemütliches Örtchen namens Willams direkt an der Route 66. In ein Motel, das von aussen „so lala“ aber von innen „huiiiii“ aussieht.

Was das jetzt alles mit unserem Tagesausflug zum Grand Canyon, dem Grand Canyon Train, Condore, Chipmunks, Squirrel, „We help our Troops“ und vor allem, dem typischen Amerikaner zu tun hat? Ganz einfach…

Auf dem Weg nach Williams an der alten Route 66, ging es durch den Grand Canyon National Park. Wo vorher wüstenartige Steppe unser Begleiter war, tat sich hier ein herrlicher Nationalpark mit komisch anmutenden Wäldern auf. Die Temperatur verhielt sich ebenfalls anders als vorher, sie nahm angenehm ab. Entlang der Strecke gab es immer wieder Aussichtspunkte. Hielt man hier an, was wir bis auf einen auch immer getan haben, und ging ein Stück zu Fuß, konnte man wunderschöne Blicke in den Grand Canyon erhalten. Da es langsam Abend wurde und die Sonne ein entsprechendes Licht auf den Canyon warf, war die Aussicht umso schöner.

Grand Canyon Abends

Der Grand Canyon im Abendlicht

 

In Williams angekommen, bezogen wir unser Motel. Von aussen sah es nicht sonderlich schön aus. Die Zimmer selbst dagegen, waren eine echte Wohlfühloase. Hier sollten wir die beiden Nächte ruhig schlafen können.Der nächste Tag führte uns zum Traindepot von Williams. Hier erwartete uns eine Westernshow der mittleren Klasse und ein Zug, der uns zum Grand Canyon bringen sollte.

Die Westernshow, wie sollte es anders sein, wurde blutig beendet. Die bösen Schurken wurden erschossen und der heldenhafte Sheriff wurde gefeiert. Und alles nur, weil die Banditen Frühstück haben wollten. Naja.

Westernshow Spaß Grand Canyon Train

Der Zug: Auf der Hinfahrt hatten wir die First Class gebucht. Schöne gemütliche Sitze mit einer Beinfreiheit, von der jeder fliegende Reisende nur träumen kann. Das Highlight des Tages in Williams ist es, wenn der Zug, im 50er-Jahre Stil, sich in Bewegung setzt. Die Bewohner, selbst die Camper, stehen am Rand und winken, wenn der Zug an ihnen vorbei fährt.

Am Grand Canyon angekommen, hatten wir drei Stunden Zeit, ehe der Zug wieder in Richtung Williams davon dampft. Eigentlich wollten wir einen Hubschrauberflug durch den Canyon machen, allerdings hätten wir das vorher reservieren müssen. Für einen Spontanflug hätte die Zeit leider nicht gereicht. 🙁

Neben dem herrlichen Blick auf den Grand Canyon, haben wir auch neue Freunde kennengelernt. Da wären die Chipmunks die an den Pflanzen knabbern, die Eichhörnchen die frech auf einen zukommen und den Leuten die Bananenschale aus den Händen reißen, die dicken fetten und großen schwarzen Raben die sich einen Baum teilen, kleine flinke blaue Vögelchen die sich nicht fotografieren lassen wollen und große bedrohliche Geier die letztendlich keine freilebenden waren, sondern nur zu einer Show gehörten. Dennoch, es hat sich echt gelohnt!

Abgrund Grand Canyon Grand Canyon Loki

Grand Canyon

Für die Rückfahrt nach Williams hatten wir die Coach-Class bestellt. Praktisch die zweite Klasse. Was uns während der Fahrt erwartete, sollte unsere Meinung zum Amerikaner grundlegendst ändern. Jeder Zug-Wagen hat seinen eigenen Zugbegleiter. Dieser ist für den Service, je nach Klasse mehr oder weniger, und für die Unterhaltung der Gäste zuständig. Während wir in der First Class vom Zugbegleiter einige Infos zum aktuellen Landschaftsbuild erhielten, wurden in der Coach Class Jahreszahlen gebüffelt. Diese wurden duch Spiele nun abgefragt. Dann kamen noch weitere Spiele bis zu einem Höhepunkt: Ein Raubüberfall. Ein paar Räuber überfielen den Zug und während noch die Banditen vor dem Fenster bestaunt wurden, gab es eine Einweisung und eine Probe, wie wir uns erschrecken sollten, wenn die Banditen die Tür öffnen. Ebenfalls sollten wir im Chor etwas sagen, wenn der Sheriff im Wagen erscheint. Es war gruselig! Die Amis sind so leicht zu unterhalten und machen jeden Mist mit Freude mit. Das war noch das Gespräch für den Rest des Abends.

Über Wolf

Wer mich nicht kennt, dem ist nicht mehr zu helfen.
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5 Kommentare zu Williams und der Grand Canyon

  1. meinalterego sagt:

    hrhr, sowas gibts auch überall, wo Touristen ihr Unwesen treiben.

    Aber tolle Bilder sonst! Hoffentlich gibts nach der Tour mehr davon! :c)

  2. Julika sagt:

    Schade, bei mir hängt sich der Firefox immer auf, wenn ich die Videos anklicke. ;/ Aber ihr seid ja bald wieder in der grauen Heimat, dann gibt es ja vielleicht das Original oder jemanden, der das Problem erkennt. 🙂
    Schöne Aquarellbilder jedenfalls. 😉

  3. Pingback: Neue Bilder | On Tour

  4. loki sagt:

    Schicke Bilder hast du hinzugefügt 😉
    Edit: kaum schreib ich was, fügst du noch mehr hinzu *g*
    Und ich fands nicht gruselig, eher witzig :p

  5. Pingback: In Las Vegas | On Tour

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